Eine Fahrt nach Unterschleißheim, und das im Höhepunkt des Faschings oder Karneval. Die meisten anderen Menschen feiern. Für die Spielerinnen des SV Lohhof und den Deichstadtvolleys stand stattdessen ein Punktspiel an.

Die Auswärtsbilanz der Mannschaft des VC Neuwied 77 lässt zu wünschen übrig. Erst 2 Siege konnten ertziehlt werden. Eine Niederlage bei Lohhof könnte einen Absturz in der Tabelle bedeuten. Gut gelaunt und begleitet von sonnigem Wetter verlief die Fahrt ohne Komplikationen.

Die kleine Fangruppe der Neuwiederinnen unter den 143 einheimischen Zuschauern wartete gespannt auf die Vorstellung der Deichstadtvolleys. Sie wurden nicht enttäuscht. Unerwartet im Vergleich zu den vergangenen Spielen legten die Spielerinnen sofort richtig los. Die Aufschläge wurden gezielt ins gegnerische Feld gebracht. Das Netz wurde zum Gehilfen. Vor allem Tatiana Crkonova ließ einige Aufschläge über die Netzkante rollen, sodass der Ball von den Gegnerinnen nicht angenommen werden konnte. Aufschläge in das Netz waren während des gesamten Spiels sehr selten. Die Stellerinnen Jaroslava Smatanikova und Jana Schäbitz verteilten die Bälle so geschickt, dass die Angreiferinnen Tatiana Crkonova, Diana Mitrengova, Livia Krucovska und Jana Schäbitz Punkt um Punkt erzielen konnten. Die Spielerinnen des Gastgebers wehrten sich nach Kräften, konnten aber kein gut strukturiertres druckvolles Angriffsspiel aufbauen. Der VC Neuwied ließ dies nicht zu. Als Ergebnis gewannen die Deichstadtvolleys die ersten beiden Sätze mit 12 : 25 und 17 : 25.

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  Fotos: privat

Im dritten Satz entwickelt sich oft die endgültige Wendung des Spiels. Aus einer 2 : 0 Führung heraus verlor der VC Neuwied 77 schon vereinzelt Spiele. Die Deichstädterinnen setzte ihr Spiel fort. Die Sicherheit ging aber verloren. Die Spielerinnen des SV Lohhof rissen sich zusammen und zeigten ein konsequentes Spiel, dass sie bisher vermissen ließen. Teamorientiert nutzten sie die Unsicherheiten im Spiel der Gäste. Viele heiß umkämpfte Spielzüge gingen nun zu Gunsten der Heimspielerinnen aus. Die mitgereisten Fans des VC Neuwied 77 bangten um das Satzergebnis. Bis zum Spielstand von 20 : 20 hofften die heimischen Fans auf die Wende des Erfolges zu Gunsten ihrer Spielerinnen. Die Neuwiederinnen zeigten noch einmal ein überzeugendes Angriffsspiel und gewannen den dritten Satz mit 23 : 25, das gesamte Spiel mit 0 : 3.

Die mitgereisten Fans der Deichstädterinnen sind immer eine kleine Gruppe; sie macht sich wie auch bei SV Lohhof aber immer lautstark bemerkbar, anerkannt auch von den heimischen Zuschauern und Verantwortlichen.

Auch wenn man phasenweise das Gefühl haben musste, dass die Negativerlebnisse aus dem abgelaufenen Jahr noch irgendwie in den Gedanken der Volleyballerinnen des VC Neuwied verankert waren, zählt nach dem Heimspiel gegen den DJK Sportbund München nur eines: der 3:1 (25:22, 19:25, 25:14, 25:22)- Erfolg bringt ihnen drei wichtige Punkte.

Die Gäste aus der bayrischen Landeshauptstadt präsentierten sich allerdings als wesentlich stärker, als es ihr derzeitiger Tabellenplatz vermuten lässt. So richtig frei spielen konnten sich die Neuwiederinnen im ersten Satz nicht, denn bis zum 19:19 hielten die Gäste mächtig dagegen. Erst als der Neuzugang des VCN, Tatiana Crkonova, sich in den Vordergrund spielte, gewann man den ersten Durchgang.

 

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Foto:  Jörg Niebergall

Die Gästespielerin Ekaterina Soloninkina sorgte im zweiten Satz mit einer bärenstarken Aufschlagserie und sieben Punkten in Folge für eine dicke Portion Unruhe. „In dieser Phase produzierten wir unnötig viele Eigenfehler“, war Trainer Milan Kocian zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht zufrieden, nachdem die Gäste die Begegnung egalisiert hatten. Die Deichstadtvolleys zogen aber die Zügel wieder an. Die knapp 300 Zuschauer bekamen nun sehr ansehnliches Volleyball von ihrer Mannschaft zu sehen und sparten nicht mit lautstarker Unterstützung. Die Belohnung war die 2:1- Satzführung. Nachdem der VCN auch in der vierten Einheit einige bange Minuten überstanden hatte, konzentrierten sich die Spielerinnen des Neuwieder Zweitligisten auf ihr Spielvermögen und siegten letztendlich verdient. Das dieser Erfolg für Selbstvertrauen gesorgt hat, will das Team am kommenden Wochenende auswärts beweisen. „Mit NawaRo Straubing haben wir noch eine Rechnung offen“, gibt sich Mannschaftskapitänin Lea Schäbitz kämpferisch, da der nächste Gegner ihren Deichstadtvolleys die erste und bislang auch einzige Heimniederlage in der laufenden Saison beigebracht hat.

 

Mit dem souveränen Heimerfolg gegen den MTV Stuttgart II (3:0) im Gepäck machte sich der VC Neuwied auf die knapp 500 km weite Reise zum möglichen Halbzeitmeister Allgäustrom Volleys Sonthofen an den Fuß der Alpen . Mutig wollte man dem Favoriten die angekündigte Feier vermiesen.

Entsprechend begannen die Damen des Neuwieder Zweitligisten konzentriert und schafften in der ersten Phase des ersten Satzes verdient in Führung. Doch mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Gastgeberinnen die Partie dank einem perfekten Zusammenspiel. Der VCN offenbarte zeitweise Probleme in der Annahme und bekam die Bälle zwangsläufig nicht mehr sicher ans Netz um zu Erfolg versprechenden Angriffen zu gelangen. Außerdem unterstützten die 500 Zuschauer vehement und lautstark ihre Mannschaft derart motivierend, dass die Deichstadtvolleys ihr Vorhaben nicht in die Tat umsetzen konnten. So blieb am Ende ein verdienter 3:0 (25:17, 25:19, 25:17)- Sieg und der Spitzenplatz in der Liga für die Gastgeberinnen. Am kommenden Wochenende, dem letzten Spieltag in diesem Jahr, schlagen die VCN- Mädels noch einmal in Bayern auf und bekommen es dabei mit einem Gegner und Tabellennachbarn zu tun. Die zweite Mannschaft des Erstligisten Rote Raben Vilsbiburg wurde im Hinspiel besiegt. Trainer Milan Kocian muss also unter der Woche sein Team wieder mental aufbauen, damit die Rückrunde positiv begonnen werden kann. Das der VCN mehr kann als er in Sonthofen gezeigt hat, will er dann beweisen um gut gerüstet in die Weihnachtsferien zu gehen.

 

Das Spiel aus der Sicht der Heimmannschaft AllgäuStromVolleys Sonthofen

 

Die 240 Zuschauer in der Sporthalle des Neuwieder Rhein- Wied- Gymnasium hatten sich gerade so richtig in Stimmung gebracht, da war es auch schon wieder vorbei. Da hatten die Deichstadtvolleys des VC Neuwied ihr fünftes und letztes Heimspiel in diesem Jahr in der 2. Volleyball Bundesliga gegen den Nachwuchs von Allianz MTV Stuttgart II mit 3:0 (25:10, 25:18, 25:17) in nur 73 Minuten reiner Spielzeit gewonnen.

Das Hauptaugenmerk lag an diesem Abend auf der "neuen" Nummer 11. Dem VCN- Teammanager Ulrich Dittscheidt war es gelungen, die kurzfristige Spielberechtigung für die slowakische Nationalspielerin Tatiana Crkonova für den VCN zu bekommen. Die 24-jährige, 1,89 Meter große, Diagonalangreiferin spielte in der vergangenen Saison für den Erstligisten LiB (Ladys in Black) Aachen und hatte dort keinen neuen Vertrag unterschrieben, war also frei. In den beiden spielfreien Wochen fügte sie sich problemlos in das Team von Trainer Milan Kocian ein. Der hatte nach dem Spiel gegen die Hoffnungsträgerinnen des MTV Stuttgart allen Grund zur Freude: "Da haben wir eine großartige Verstärkung erhalten." Im ersten Satz hatte sich die Slowakin gleich derart in die Herzen der VCN- Fans gespielt, dass auf der Tribüne ein Raunen in der Menge unüberhörbar war. Nicht nur das Crkonova an der schnellen 15:4- Führung maßgeblich beteiligt war, spornte sie auch ihre Mitspielerinnen zu starken Leistungen an. Mit dem 25:10 ging dieser Satz eindrucksvoll an die Neuwiederinnen. Die am Sprunggelenk verletzte Mittelblockerin Sarah Kamarah biss ebenso auf die Zähne, wie sich die gesamte Mannschaft in einen engagierten Lauf spielte. Stuttgart war ohne Chance, was deren Trainer Johannes Koch neidlos anerkannte. Crkonova meinte nach ihrer ersten Partie für ihren neuen Verein: "Ich bin selbst überrascht, dass es schon so gut geklappt hat." In den beiden nächsten Sätzen hatte Kocian fast allen seinen Spielerinnen Einsatzzeiten gewährt um das Team zu stärken. Schließlich warten auf die Deichstadtvolleys bis zum Jahresende noch zwei wichtige Auswärtsaufgaben. Beim Meisterschaftsfavoriten AllgäuStrom Volleys Sonthofen hängen die Trauben nächstes Wochenende besonders hoch. Dort unterstützen nicht selten 800 Zuschauer ihre Mannschaft. "Wir haben noch Potential nach oben und können auch dort bestehen", macht der Trainer Hoffnung auf mehr.

Die Spielerinnen der Deichstadtvolleys des VC Neuwied 77 ließen die Niederlagen der vergangenen zwei Spieltage vergessen. Die 250 Zuschauern in der Sporthalle des Rhein-Wied-Gymnasiums sahen eine Mannschaft, die von Beginn an ein domminierendes Spiel durchsetzen konnten.

Die überwiegend jungen Spielerinnen (unter 20 Jahre) aus Vilsbiburg, der Ersatzkader für die Mannschaft in der 1. Bundesliga, zeigten ab dem ersten Satz ihre Fähigkeiten. Zeitweise spielten zwei Mannschaften auf hohem Niveau. Die Neuwiederinnen gaben das Heft des Handelns nie aus der Hand. Alle Angreiferinnen beteiligten sich erfolgreich am Aufbau des Punktekontos. Die Annahme der Deichstadtvolleys verbesserte sich im Vergleich zu den vorherigen Spieltagen. Am Netz wurden die Angriffsbälle der Gäste erfolgreicher abgeblockt. Vor allem konnten die Spielerinnen den Ball immer wieder ins Spielfeld der Gäste umleiten. Die Zuschauer sahen "Deichstadt Ladys", die dem Wahlspruch "Einer für alle, alle für einen" erfolgreicher umsetzten. Mit zum Teil artistischer Spielweise konnte der Ball im Spiel gehalten werden.

Die bessere Tagesform der Neuwiederinnen zeigte sich vor allem bei den Aufschlägen. Die wuchtigen Aufschlägen vor allem durch Justyna Sachmacinska konnten die Spielerinnen aus Bayern sehr selten kontrollieren. Im Verlaufe des Spiels landeten mehr Aufschläge der Vilsbiburger Spielerinnen im Netz.

Die Führung der Neuwiederinnen in den Sätzen war nie ernsthaft gefährdet. Konstant wurden die Gastspielerinnen zu immer mehr Fehlern gezwungen. Kurze Schwächephasen im Spiel der Deichstadtvolleys wurden schnell beendet. Unter dem Jubel der während des Spiels sehr aktiven Zuschauer endete das Spiel mit 3 : 0 (25:16, 25:19, 25:21). Der 4. Platz in der Tabelle wurde hiermit gesichert.

 

Die Fahrt zum Meister der 2. Liga Süd Frauen war ein voller Erfolg. Der 1. Satz gegen VC Offenburg verlief etwas holprig und wurde verloren. Nachdem die Mannschaft sich aufeinander eingespielt hatte und die Neuzugänge Justyna Sachmacinska und Jaroslava Smatanikova neben den Leistungsträgern des Mannschaftstammes ihr Können zeigten, endete das Spiel 1 : 3 (nach zusätzlichem Satz 1 : 4) (25:20, 19:25, 23:25, 22:25, 13:25) für die Deichstadtvolleys.

Eine Auswahl des Vizemeisters der Schweizer Liga Sm'Aesch Pfeffingen beherrscht ausgeruht den 1. Satz. Vor allem 2 hochaufgeschossene Spielerinnen nutzten ihre Lufthoheit, um ihrem Team den Gewinn des 1. Satzes zu ermöglichen. Nachdem sich die Deichstadtvolleys aufgerappelt hatten und auch die Schweizerinnen im Zusammenspiel, das zeitweilig einem Abwehrkunstwerk glich, Fehler produzierten, blühten die Neuwiederinnen wieder auf und gewannen das Spiel mir 1 : 2 (25:16, 16:25, 19:25).

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  Fotos: privat

 

Neuwieds Trainer Milan Kocian relativiert die Perspektiven für den ersten Auftritt seiner Zweitligadamen am kommenden Wochenende: „Gerne haben wir die Einladung zu diesem Vorbereitungs-Turnier angenommen. Doch die Priorität liegt für mich nicht in den Ergebnissen. Wir werden sicherlich mehrere Mannschaftskombinationen testen und ich werde ein besonderes Auge auf die Abstimmung im Team haben.“

Milan bei der Arbeit

Foto: Rainer Fritzen

Seit dem 1. August ist der Kader der Deichstadtvolleys im Training, um sich auf die zweite Saison in der 2. Bundesliga Süd vorzubereiten. Nach den harten Einheiten ist das Wiedersehen mit Freunden für die Neuwiederinnen eine willkommene Abwechslung. Fährt man doch zum Meister der letzten Saison, dem VC Offenburg. Das weckt Erinnerungen an das letztjährige Finale, als der VCO in der Sporthalle des Rhein- Wied- Gymnasium gegen heftige Gegenwehr des VCN sein Meisterstück ablieferte. Die sensationelle Stimmung in der restlos ausverkauften Arena hallt da heute noch nach. Trotzt der wichtigen Standortbestimmung des Teams, von dem Kocian ein hohes Maß an Ernsthaftigkeit fordert, wird sicherlich für den ein oder anderen Plausch Zeit sein. Als dritter Teilnehmer des Turniers hat sich der Schweizer Vizemeister, SmÀesch Pfeffingen, angesagt.

War das ein Abend. Das Spiel der Offenburgerinnen und Neuwiederinnen übertrafen alle Erwartungen. Die Tribüne war voll besetzt, alle Stehplätze mit begeisterten Zuschauer/innen gefüllt.

Der erste Satz war zu Beginn durch Unruhe geprägt. So kurz vor dem Gewinn der Meisterschaft spielten die Offenburgerinnen nicht ihr Spiel. In vielen Situationen unkonzentriert musste Offenburg schnell einer Führung der Deichstadtvolleys hinterherlaufen. Neuwied zeigte das gewohnte Spiel und dominierte die Gäste. Schnell wurde eine Führung herausgearbeitet, die bis zum Schluss des Satzes nicht mehr abgegeben wurde (25 : 13).

Überrascht durch den schwachen Spielbeginn begannen die Neuwiederinnen den zweiten Satz in gewohnter Manier. Nach dem Aufbau einer Führung erstarkten die Gegnerinnen aus Offenburg. Konzentriert wurden die Angriffe geführt. Mit dem Erstarken der Gäste traten beim Gastgeber immer mehr Fehler auf. Die Offenburger wollen die Meisterschaft. Um so ehrgeiziger wurden die Spielzüge durchgeführt, die Neuwiederinnen immer mehr unter Druck gesetzt. Dies setzte sich im 3. Satz bei einer wieder wachsenden Konzentration der Deichstadtvolleys fort. Offenburg führte das Spiel mit 1 : 2 (18 : 25, 20 : 25).

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  Fotos Rainer Fritzen

Der entscheidende 4. Satz zeigte ein umgekehrtes Bild. Die Neuwiederinnen überwanden die Spielschwäche. Im Verlaufe des Satzes übernahmen sie wieder das Zepter und spielten eine Führung heraus. Die Gäste wehrten sich mit allen Kräften. Die Spielzüge wurden immer länger. Akrobatisch wurde der Ball in der Luft gehalten. Zum Ende des Satzes führten die Deichstadtvolleys. Jeder erwartete einen erfolgreiches Satzende für Neuwied. Unglücklicherweise konnte kein Satzball durch Neuwied verwandelt werden. So konnte Offenburg den Punktestand bis auf 24 : 25 erhöhen und gewann letztendlich den Satz mit 24 : 26.

Die Bildgalerie unserer Mitglieder Gisela und Rainer Fritzen.

Deichstadtvolleys - VC Offenburg (Thomas Hieronymi, Kelkheim)
(Die etwas besondere Bildergalerie)

Der VC Offenburg hat die Meisterschaft erreicht. Überglücklich feierten die Spielerinnen mit den 100 mitgereisten Fans ihren Erfolg. Die Deichstadtvolleys trauerten erst einmal um den verpassten 5. Satz. Nach der offizielen Siegerehrung hob sich die Stimmung auch bei den Verlierern des Abends. Zusammen feierten die Spielerinnen und Offiziellen die erreichten Ziele; VC Offenburg die Meisterschaft - Herzlichen Glückwunsch - VC Neuwied 77 den unerwartet erreichten 3. Platz in der ersten Saison 2. Bundesliga.

Der VC Neuwied, Aufsteiger in die 2. Volleyball- Bundesliga, hat am vorletzten Spieltag mit dem 3:0 (25:21, 25:21, 25:21)- Erfolg beim Tabellenletzten TV Holz seinen überragenden, unerwarteten dritten Platz gefestigt. Diese Position in der Liga ist dem Team von Trainer Milan Kocian nun beim finalen letzten Heimspiel auch nicht mehr zu nehmen.

Es war wahrlich keine Glanzleistung, die die Deichstadtvolleys im Saarland ablieferten. In der Anfangsphase der Begegnung halfen die Gastgeberinnen durch viele Eigenfehler kräftig mit, dass Neuwied seine Probleme mit der Annahme überstand. Auch im zweiten Satz konnten sie einen größeren Vorsprung nicht verwalten und kamen gegen Ende erneut in Schwierigkeiten, bevor die gerade eingewechselte Jana Schäbitz mit einem Angabe- As den Satz zu machte. Die Entscheidung ließ im dritten Satz ebenfalls auf sich warten. Beim Stand von 24:16 zu Gunsten des VCN wehrten die aufopferungsvoll kämpfenden Saarländerinnen gleich fünf Matchbälle ab, um dann mit einem zu langen Angriffsball Neuwied die Punkte zu überlassen. Bei den mitgereisten Fans war man sich einig: „Auch solch ein Spiel muss man erst einmal gewinnen. Die Mannschaft ist immer cool und ruhig geblieben und hat nun den bislang größten Erfolg in der Vereinsgeschichte erreicht.“

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  Fotos Privat

Nach dem spielfreien Oster- Wochenende kommt es noch einmal zu einem Highlight in der Sporthalle des Rhein- Wied- Gymnasium. Die Deichstadtvolleys erwarten am 2. April um 19.30 Uhr den VC Offenburg und wollen den Gästen, die mit zwei Punkten Vorsprung an der Spitze stehen, den Meistertitel so schwer wie möglich machen.

Der Tabellenplatz der Deichstadtvolleys und der Dintervolleys Engelsdorf war am Spieltag nur begrenzt aussagefähig. Der Tabellenvorletzte aus Leipzig steigerte sich im Spiel derart, dass die Spielerinnen des VC Neuwied 77 die erste Heimniederlage (1 : 3) nicht verhindern konnten.

Der erste Satz sah eine Neuwieder Mannschaft, die die sonst notwendige Anlaufphase überging, Sofort übernahmen die Gastgeberinnen die Leitung im Spielgeschehen. Die Führung wurde schnell ausgebaut. Die Leipziger Spielerinnen zeigten einige starke Angriffsbälle, konnten die Überlegenheit der Neuwiederinnen aber nicht verhindern. Der erste Satz endete mit 25 : 16.

Satz 2 sah zu Beginn eine 8 : 0 Führung der Gastgeberinnen. Engelsdorfs Trainer hatte zu diesem Zeitpunkt schon seine beiden Auszeiten verbraucht. Ohne großen Einfluss des Trainers auf die Spielführung  nahmen die Spielerinnen das Heft des Handelns in die Hand. Im Laufe des Spielgeschehens reduzierte sich der große Vorsprung der Deichstadtvolleys immer stärker. In Führung gehen konnten die Engelsdorfer bis zum letzten Fünftel des Satzes nicht. In der Schlussphase versäumten die Neuwieder Spielerinnen, ihre Führung in den Satzgewinn umzumünzen. Die Möglichkeit zum Satzball wechselte von der einen zur anderen Mannschaft. Mit 26 : 28 Punkten vollzogen die Gäste letztendlich den Satzgewinn.

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War der Gewinn des 2. Satzes der Knackpunkt des Spiels? Die Engelsdorfer Spielerinnen witterten die Chance, Punkte zur Erhaltung der Klasse entführen zu können. In den beiden letzten Sätzen entwickelte sich ein zuschauerfreundliches Kampfspiel. Lautstark unterstützt von 190 Zuschauern konnten die Heimspielerinnen den Anfang des dritten Satzes noch eher für sich entscheiden. Mit der nachlassenden Konzentration auf Seiten der Neuwiederinnen steigerten sich die Engelsdorfer Spielerinnen in einen Spielrausch. Die zweite Hälfte des dritten Satzes und der vierte Satz sahen eine immer stärker spielende Leipziger Mannschaft. Lange Spielzüge endeten immer häufiger zugunsten der Gäste. In allen Bereichen des Spielfeldes konnten die Leipziger den Ball im Spiel halten. Die am Ende des Spiels ausgezeichnete kanadische Angreiferin Collin Ogilvie punktete nach Belieben.

Die Neuwiederinnen zeigten kein schlechtes Spiel, auch nicht in den beiden letzten Sätzen. Die Leistungen der Engelsdorfer Spielerinnen waren in der zweiten Hälfte des Spiels immer etwas besser; so gewannen sie die Sätze 3 und 4 mit 23 : 25 und 20 : 25.

Der direkte Verfolger SV Lohhof verlor sein Spel am Sonntag mit 0 : 3 gegen Offenburg. Der dritte Tabellenplatz mit 3 Punkten Abstand zu Lohhof bleibt erhalten. Trainer Milan Kocian hofft auf einen spannenden Abschluss der Saison am 02.04. im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Offenburg; mit dem Erhalt des dritten Platzes.

Die Volleyballerinnen des VC Neuwied haben sich auch in ihrem zehnten Heimspiel nicht aus der Erfolgsspur drängen lassen. Sie beendeten ihren Auftritt gegen die Gäste des VV Grimma mit dem zehnten Erfolg in eigener Halle. Nach dem 3:1 (25:23, 25:18, 21:25, 25:16) behaupten die Damen von Trainer Milan Kocian den überragenden dritten Platz in der 2. Bundesliga- Süd.

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Foto:  VC Neuwied 77

Da wundert es den Fan schon, dass der Coach mit der gezeigten Leistung gegen die Mannschaft aus den neuen Bundesländern nicht wirklich einverstanden war. Doch wer ihn kennt, weiß, dass er eben ein Perfektionist ist. Irgendwie war es den 280 Zuschauern aber egal, denn wie immer blieben die Ballwechsel attraktiv und spannend. Im ersten Satz lagen die Deichstadtvolleys lange Zeit hinten, ehe sie im Schlussspurt gerade noch mal die Kurve kriegten. Der nächste ging dann deutlicher an die Neuwiederinnen. Grimma gab sich nicht geschlagen und nutzte die Konzentrationsmängel des VCN zum Gewinn des dritten Satzes. Der war es wohl, der dem Neuwieder Übungsleiter übel aufstieß, auch wenn sein Team mit dem 25:16 im vierten alle Zweifel beseitigte.

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Zum ersten Mal stand Sabine Neumann auf dem Feld. Den Neuwiedern bekannt aus der Zeit in der Regional- und Dritte Liga verstärkt Sabine seit kurzem den reduzierten Kader. Nach einer mehrjährigen Abwesenheit von Neuwied, in der Sabine sich in der Dritte Liga Ost engagierte, wird sie nach längerer Verletzungspause in das Team integriert. Trainer Milan Kocian lobt Sabines Leistung während ihres Einsatzes. Sie benötige aber noch einige Zeit, um ihr Leistungspotential wieder zeigen zu können.

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Innenministerium Mainz
 

In Kooperation mit dem

Ministerium des Innern, für

Sport und Infrastruktur, Mainz

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